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Demut und Dankbarkeit


Demut hat etwas mit Dankbarkeit und Vertrauen zu tun, dankbares Gottvertrauen. Demut ist das einfache Annehmen und Loslassen des menschlichen Zustands - bei seinen Mitmenschen und bei sich selbst - die Akzeptanz  von allem, was ist. In dem Vertrauen darauf, dass Gott die Schöpfung vollkommen gemeint hat und wir aus unserer eingeschränkten Betrachtungsweise niemals den Sinn für das große Ganze zu erkennen vermögen.

"Dankbarkeit ist die Grundlage des Glaubens. Dein Leben ist kein Besitzstand, es ist ein Geschenk. Deine Aufgabe im irdischen Dasein ist, das Leben schöpferisch zu gestalten, dich weiter zu entwickeln in Demut, Dankbarkeit und Liebe. Achte dieses Geschenk und bewahre es in Deinem Herzen."

Demut ist die gelebte Erkenntnis, dass in der von uns geschaffenen Raum-Zeit-Welt sowohl positive als auch negative Polaritäten notwendig sind, um Ganzheit zu erlangen. Demut beinhaltet auch die Akzeptanz köperlicher und psychischer Einschränkungen. Diese Akzeptanz, von dem, was mit Deinem persönlichen Schicksal an Auswirkungen verbunden ist, ist der erste Schritt, dass sich etwas neues in Deinem Leben verwirklichen kann. Diese Akzeptanz hat aber nichts mit Gleichgültigkeit zu tun. Denn wir haben in jedem Moment unseres Lebens die Möglichkeit, uns anders zu entscheiden, anders zu denken, anders zu handeln, einen anderen Weg einzuschlagen.

Demütiges Denken mit dem Herzen erschafft und ist schöpferisch. Demütiges Denken mit dem Herzen ist liebevolles Fühlen. Demut und Ego aber sind unvereinbar! Zur Demut gehört die Urteilsfreiheit, Absichtslosigkeit und
(Gott-)Vertrauen. Verurteile niemanden, bewerte nicht andere Menschen. Prüfe lediglich, ob die Dinge, die sie machen, gut für Dich und die Deinen sind oder nicht. Aus dieser Prüfung der Dinge, kannst Du dann Konsequenzen für Dich und Dein Handeln ziehen.

"Als Beispiel (für demütiges Vertrauen) dient eine taoistische Geschichte von einem Bauern, dem das Pferd davonlief. Am Abend versammelten sich die Nachbarn und bemitleideten ihn, weil er solches Pech hatte. Der Bauer sagte: "Kann sein". Am nächsten Tag kehrte das Pferd zurück und brachte noch sechs Wildpferde mit, und die Nachbarn kamen und riefen, welches Glück er hatte. Er sagte:"Kann sein". Und am folgenden Tag versuchte sein Sohn, eines der wilden Pferde zu satteln und zu reiten, er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. Wieder kamen die Nachbarn und bekundeten ihr Mitleid wegen des Unglücks. Er sagte:"Kann sein". Am andern Tag kamen Offiziere ins Dorf und zogen junge Männer als Rekruten für die Armee ein, aber der Sohn des Bauern wurde wegen seines gebrochenen Beines zurückgestellt. Als die Nachbarn hereinkamen und ihm sagen wollten, wie glücklich sich alles gewendet hatte, sagte er: "Kann sein"." (Aus: Der Lauf des Wassers, Alan Watts)